Montag, 4. Februar 2013

Kopplung und Kohäsion - die Konzepte

Kopplung und Kohäsion sind Eigenschaften von Software-Elementen, die bereits 1979 von Edward Yourdon und Larry Constantine im Zuge der Ausarbeitung des Strukturierten Designs [Yourdon 1979] beschrieben wurden. Durch die Berücksichtigung dieser Eigenschaften soll es möglich sein, einen möglichst optimalen Grad der Modularisierung einer Software zu bestimmen. Zerlegung ist gut, ein Zuviel an Zerlegung ist es nicht. Kopplung und Kohäsion handeln von der wünschenswerten Granularität einer Zerlegung.
  • Kopplung: "a measure of the strength of interconnection"
  • Kohäsion: "intramodular functional relatedness"
  • Formuliert als Prinzip: Die Kopplung soll schwach, die Kohäsion stark sein.
Seit ihrer ersten Formulierung wurden diese Konzepte in vielerlei Hinsicht präzisiert. Da Zerlegung auf nahezu allen Ebenen der Software-Entwicklung stattfinden kann, lassen sich auch die Eigenschaften Kopplung und Kohäsion für praktisch jede Gestaltungsebene ermitteln. Derart universale Konzepte drohen leicht nichtssagend zu werden. Lassen sich die Konzepte in der Praxis anwenden, so taugen sie als Königsprinzip. Treffen sie auf nahezu alles zu, ohne konkrete Entscheidungskriterien anzubieten, sind sie als Prinzip wertlos.

Eine Katalogisierung der Prinzipien der Softwaretechnik muss von einer klaren Begriffsbildung und Bewertung der Konzepte Kopplung und Kohäsion ausgehen. t.b.d.


Quellen

[Yourdon 1979] -  Structured design. Fundamentals of a discipline of computer program and systems design, Yourdon, E., Constantine, L. (1979)

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